regelmäßige Fragen
CO2-Einsparungen
diese werden vergleichend zum derzeit aktuellen Entsorgungsweg (thermische Entsorgung bzw. Verbrennung) berechnet und als CO2-Äquivalente ausgegeben. Berechnungsgrundlage für die CO2-Freisetzung bei der Verbrennung bieten Zerfallsreaktionen der jeweiligen Monomere unter der Annahme vollständiger, oxidativer Verbrennung.
Dazu kommt noch der mit den Regranulaten vorgenommene Ersatz von Kunststoff-Neuwarepolymeren auf Basis von Informationen der Polymerhersteller.
Gegengerechnet wird der Aufwand, den der Recycling-Prozess verursacht.
Transportwege
Logistik-Prozesse fallen vergleichsweise wenig ins Gewicht. Einerseits, weil Abfallwaren auch als einzelne Paletten über eine gut aufgebaute Sammellogistik zu den Recyclern kommen. Andererseits sind auch Transportwege für das thermische Entsorgen durchaus ähnlich zu bewerten.
Grundlage für die Berechnung von CO2-Äquivalenten von Transportfahrzeugen bieten Daten der Logistik-Partner für Paketfahrzeuge, Kleintransporter bis 7,5 t sowie großen LKWs mit 12-24 t Ladegewicht. Die Transportwege werden über Schnittstellen mit Google Maps in der Circular-Print - Plattform errechnet.
Zertifikate
Sie werden an Circular-Print - Partner einmal jährlich von unserem Zertifizierer, Joh.-Kepler Universität Linz, ausgestellt, sofern diese kostenpflichtige Option bei der Registrierung eines Druckerei-Partners auch angekreuzt wurde. Diese jährlichen Zertifikate werden vom Zertifizierer online abgelegt und sind auch für die (End-)Kunden der Druckerei-Partner nach ihrem Login abrufbar.
Nachhaltigkeitsberichte
Wichtig ist zu beachten, dass eine Übernahme der berechneten CO2-Einsparungen in Nachhaltigkeitsberichte nur von den jeweiligen Druckerei-Kunden erfolgen darf. Diese können aber ihrerseits mit ihren (End-)Kunden und Kunden-Gruppen festlegen, wer die Informationen in welcher Art in Nachhaltigkeitsberichten verwenden darf. Diese Beziehung aus Druckerei-Kunden und deren (End-)Kunden ist für jeden Einzelfall im Circular-Print - Portal als Referenz für den Zertifizierer nachvollziehbar hinterlegt.
Ähnliches gilt wiederum für (End-)Kunden-Gruppen der Druckerei-Partner, bei denen CO2-Einsparungsdaten nur gruppenweit ODER bei entsprechender, interner Regelung länderweise erfolgen dürfen. Auch diese Regelungen sind je Gruppe bzw. je Land im Circular-Print - Portal nachvollziehbar für den Zertifizierer hinterlegt.
Recycling-Partner wiederum dürfen CO2-Einsparungen nicht in ihren Nachhaltigkeitsberichten verwenden, um mehrfache Bilanzierungen zu vermeiden.
Zertifikate für Recycling-Partner, Gruppenmitglieder
Solche Zertifikate werden ausgestellt, um die Mengenströme zu verifizieren. Damit verknüpfte CO2-Einsparungen werden zwar ausgewiesen, sind aber mit dem Hinweis versehen, dass sie nur von Druckerei-Partnern in Nachhaltigkeitsberichten verwendet werden dürfen.
Vergütungen oder extra Kosten für Abfälle
Sofern die aktuelle Marktsitutation es ermöglicht, können Recycling-Partner den Druckerei-Partnern auch Vergütungen pro Tonne Abfallmaterial ausbezahlen. Im Regelfall wird das aber nicht der Fall sein. Der Circular-Print - Index gibt gute Auskunft darüber, ob so eine Regelung überhaupt denkbar wäre. Erfahrungsgemäß müsste er dazu über 130 liegen. In so einem Fall würde der Recycling-Partner eine Gutschrift direkt an den Druckerei-Partner ausstellen. Die Circular-Print - Plattform dient dabei nur der Kommunikation zwischen den Partnern.
Im Gegenzug dazu wird aber vermieden, dass Recycling-Partner auch Kosten für die Abholung der Abfälle in Rechnung stellen. Dies wäre nur mit Sondervereinbarungen möglich, die bilateral zwischen Druckerei-Kunden und Recycling-Partnern zu regeln wären. Endkunden wären davon also nicht betroffen.
Finanzierung von Circular-Print
Circular-Print ist eine Dienstleistungs-Plattform und nicht in geschäftliche Abwicklungen zwischen den registrierten Partnern involviert. Die Finanzierung der Plattform findet über jährliche Lizenzgebühren statt, die nur an registrierte Druckerei-, Recycling- und Logistik-Partner verrechnet werden.

















